1x1 der Pflanzenhomöopathie

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So werden Sie zum Pflanzendoktor

Wie bei der Behandlung am Menschen ist es auch bei der Behandlung von Pflanzen wichtig, die mögliche Ursache der Pflanzenerkrankung und ihre Modalitäten zu erkennen (= wodurch bessert und wodurch verschlimmert sich der Zustand). Deswegen ist es ratsam, dass Sie ihre kränkelnde Pflanze beobachten und „untersuchen“ und eine Diagnose stellen. 

 

Auswahl der richtigen Arznei

 

1. Beobachten:
Mit welchen Symptomen zeigt sich die Krankheit? Wodurch wurde sie ausgelöst? Vielleicht durch lang andauernde Regenperioden, Dürre, Hitze, Kälte, Trockenheit, Insektenbefall, Hagel- oder Unwetterschäden?


2. „Repertorisation“:

Eingrenzung der Ursachen. Das Finden des ursächlichen Auslösers ist oft der Schlüssel zur Bestimmung des passenden Arzneimittels. Wenn wir die Ursachen eingrenzen können, ist die Pflanzenbehandlung einfach, z. B. bei Läusebefall der Rosen hat sich Cimicifuga C30 bewährt. Bei unklarer Erkrankung der Pflanzen versucht man die Symptome der kranken Pflanze zu „interpretieren“ und zu „verdolmetschen“. Handelt es sich vielleicht um eine häufig vorkommende, typische Pflanzenkrankheit, um einen schlechten Standort, liegt ein Nährstoffmangel vor oder falsche Pflege (zuviel Wasser), oder was könnte sonst der Grund sein? Hier hilft bei der Auswahl des Arzneimittels die Modalitätentabelle im Buch „Homöopathie für Pflanzen“. Hier werden die Symptome den homöopathischen Mitteln zugeordnet, was das Finden des richtigen Mittels sehr vereinfacht.


3. Herstellung der Pflanzenarznei:

Haben Sie das richtige Mittel gefunden, stellt man mit den homöopathischen Kügelchen (Globuli) die Pflanzenarznei her. Dafür eine bestimmte Globulizahl mit einem Löffel oder im Mörser pulverisieren und in Wasser geben. Dieses Konzentrat ins Gießwasser oder in einen Spritzbehälter geben. (Im Buch gibt es bestimmte Dosierungsempfehlungen).

   
Praxis-Tipps vom Profi
Verwenden Sie nur ein Einzelmittel. Stellen Sie bitte keine Mischungen aus mehreren Arzneien her.
  • Benutzen Sie zum Verrühren nur Plastik-,Porzellan- oder Holzlöffel. Denn Metall kann evtl. die Wirkung des Arzneimittels stören. Deshalb sind Plastik-Gieskannen sinnvoller als solche aus Metall. Nach jedem Gebrauch von homöopathischen Arzneien die Gieskanne oder Spritzbehälter reinigen.
    Handschuhe anziehen. Beim Spritzen von B äumen oder größeren Sträuchern ist evtl. ein Mundschutz sinnvoll.
  • Gießwasser nicht über die Haut gießen, Sprühnebel nicht einatmen; sonst kann man mit einer Arzneimittelprüfung reagieren, die zwar nicht gefährlich, aber auch nicht besonders angenehm ist. Keine Sorge: Falls Sie doch etwas unvorsichtig waren, die Arzneimittelprüfung vergeht innerhalb kurzer Zeit.
  • Möglichst vormittags oder gegen Abend gießen, ansprühen oder spritzen; an sonnigen, heißen Tagen nicht gießen, da Verbrennungsgefahr der Blätter besteht.
  • Nicht bei windigem Wetter spritzen (gießen des Erdreichs ist jedoch möglich).
  • Haustiere und Kinder möglichst fernhalten, bis das Laub abgetrocknet ist.
 
Was sind Potenzen?
In der Pflanzen-Homöopathie kommen hauptsächlich zwei Potenzen zum Einsatz. 
  • Die D-Potenzen (D 1– D 23) sind sogenannte Tiefpotenzen, die noch Materie beinhalten; d. h., sie enthalten noch Spuren der Ausgangssubstanz und werden z. B. wie Dünger eingesetzt. 

  • Die C-Potenzen (C 30, C 200) und höher, sind Hochpotenzen, in denen sich aufgrund der Dynamisation (Verschüttelung, Potenzierung) molekular keinerlei Materie mehr nachweisen lässt. Diese Hochpotenzen sollten bei der Behandlung von Menschen nur vom erfahrenen Homöopathen angewendet werden. Denn sie haben eine ungeheure Kraft und sind nicht sanft, wie fälschlicherweise immer angenommen wird. 
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